CFD Handel

Der CFD Handel erfordert eine gute Vorbereitung und vor allem einen seriösen Broker. Dabei muss jeder Händler die spezielle Terminologie kennen, sich mit ihr vertraut machen und sie auch verstehen. Nachstehend werden daher einige Begriffe der Handelsterminologie erläutert und häufige Fragen zum Thema beantwortet.
Inhaltsübersicht

Welche CFD Handel Begriffe muss ich kennen?

Wie funktioniert der CFD Handel genau?

Was ist der Handel mit Hebeln?
Welche Ordertypen gibt es?
Was ist ein Margin-Call?
Wie kann ich Risikomanagement beim CFD Handel betreiben?
Welche Strategien zum CFD Handel gibt es?
Wie findet der Trader den richtigen Broker?
Welche Kriterien machen einen guten Broker aus?
Was sind Pips?
Zu welchen Zeiten werden CFDs gehandelt?

Welche CFD Handel Begriffe muss ich kennen?

Bid/Ask: Bei einem „Bid“ handelt es sich um den Kurs, zu dem eine Währung zum Verkauf angeboten wird. Beim „Ask“ ist es der Kurs, zu dem eine Währung gekauft werden kann.
Spread: Die Differenz zwischen dem Verkaufs- („Bid“) und dem Kaufkurs („Ask“) wird als Spread bezeichnet.
Marge: Eine Marge ist die Menge an Kapital, die notwendig ist, um eine Position zu eröffnen oder eine Position zu halten.
Leverage: Als Leverage werden die Kosten geliehenen Kapitals zur Steigerung einer möglichen Rendite bezeichnet. Das bedeutet, ein Trader, der mit Fremdkapital handelt, hat die Möglichkeit mit Beträgen zu handeln, die deutlich höher sind als das Kapital, welches als Marge dient. Eine hohe Leverage kann eine Rendite wesentlich erhöhen, sie kann aber auch mögliche Verluste ebenso erhöhen.
Zins: Unter Zins versteht man den Preis für kurzfristige Gelder. Also der Betrag, der für ein Darlehen gezahlt wird beziehungsweise auf eine Einlage gewährt wird.
Long: Ein Trader, der auf steigende Kurse spekuliert, erwartet beim Kauf eines CFDs einen steigenden Kurs.
Short: Ein Trader, der auf fallende Kurse spekuliert, erwartet beim Kauf eines CFDs einen fallenden Kurs.
Valuta: Die Valuta ist das Datum, an dem eine Gutschrift oder Belastung wirksam wird. Sie bezeichnet das Datum der Erfüllung eines Devisengeschäftes.
Handel und Preisangaben: CFDs werden in Einheiten gehandelt. Diese variieren je nach Handelsgut. Öl wird in Barrels gehandelt; Weizen wird in Bushel gehandelt; Kaffee wird in Pfund gehandelt. Alle Handelseinheiten werden auf ein Standardmaß, dass als „Lot“ (= Anteil), bezeichnet wird, festgesetzt.
Lot: Ein Lot ist die Größe einer Transaktion. Ein Lot repräsentiert die Mindestmenge, mit der ein Instrument gehandelt wird. Beim CFD Handel variiert die Handelsgröße von 1 bis 500 Einheiten des jeweiligen CFDs.

Wie funktioniert der CFD Handel genau?

Anleger, die mit Aktien spekulieren, um dadurch kurzfristig Gewinne zu erzielen, benötigen Kapital. In der Regel werden aber hier Gewinne erwirtschaftet, die eher unwesentlich sind. Der Anleger kauft im klassischen Handel eine Aktie also tatsächlich. Im Gegensatz dazu hat er beim Handel mit CFDs nichts mit dem Erwerb der Aktie zu tun. „Contracts for difference“ oder Differenzkontrakte funktionieren auf dem Prinzip eines Hebels und einer Sicherheitsleistung.
Erklärung anhand eines Beispiels

Der Trader möchte für 100.000 Euro eine Aktie erwerben, weil er denkt, dass diese Aktie am Ende eines Handelstages einen Euro gestiegen ist. Der Aktienwert beträgt 100,00 Euro, der Gewinn würde also 1.000,00 Euro betragen. Der Trader hat aber den Betrag für die Investition in Höhe von 100.000,00 Euro nicht zur Verfügung, sondern beispielsweise nur 500,00 Euro. Der Broker, bei dem der Trader das Handelskonto führt, hat für die besagte Aktie ein Hebel von 200. Dieser Hebel sagt aus, dass der Trader als Sicherheit für den Trade, nur 500,00 Euro hinterlegen muss. 100.000 dividiert durch 200. Dies wird als Margine bezeichnet.
Steigender Kurs

Steigt der Kurs dieser Aktie wie erwartet, bis zum Ende des Handelstages um einen Euro pro Aktie, kann der Trader das Recht an der Position mit einem Gewinn von 1.000,00 Euro verkaufen. Der Gewinn fließt dem Trader, abzüglich eines Spreads für den Broker, zu.
Fallender Kurs

CFD HandelnLäuft jedoch der Kurs der Aktie in die entgegengesetzte Richtung, kann der Trader die Margine verlieren, und zwar im ungünstigsten Falle sogar ganz. Broker verfügen jedoch über Handelssysteme, die einen Trade dann vollautomatisch abbrechen, wenn beim Trade eine bestimmte Verlusthöhe erreicht wird.
Welche Risiken hat der CFD Handel?

Sowohl der Trader aber auch die Bank haben einen Anspruch auf den Ausgleich der Differenz des Kurses des Basiswertes. Dafür ausschlaggebend ist zum einen der Kurs des Basiswertes bei Eröffnung der CFD-Position durch Abschluss des Kontrakts und zum anderen der Kurs zum Zeitpunkt der Schließung der CFD-Position. Tritt die Erwartung des Traders nicht ein, schuldet er bei Schließung der CFD-Position die Differenz zwischen dem Kurs bei Eröffnung des Basiswertes und dem Kurs bei Schließung multipliziert mit der Zahl der Einheiten des Basiswertes.
Die Höhe des Verlustes lässt sich dabei nicht von vorneherein bestimmen

Der Verlust kann sogar weit über dem ursprünglichen Einsatz des Traders in Form des Guthabens auf dem CFD-Konto hinausgehen. Der Trader ist verpflichtet, den Verlust, der sein auf dem CFD Konto befindliches Guthaben übersteigen kann, auszugleichen. Das Verlustrisiko des Traders ist daher nicht auf den ursprünglichen Kapitaleinsatz in Form des auf dem CFD Konto befindlichen Guthabens begrenzt, sondern kann das gesamte Vermögen des Kunden umfassen. Im Falle eines Verlustes wird die Bank eine Glattstellung bei einem nicht ausreichenden Guthaben auf dem CFD-Konto schon aus eigenem Interesse vornehmen. Der Kunde kann hieraus keinerlei Rechte ableiten.
CFDs mit Währungen

CFDs mit Währungen als Basiswert werden als Forex-DFDs oder einfach als Forex bezeichnet. Die Bezeichnung „Forex“ kommt von „for“ (foreign) und „ex“ (exchange). Unter Forex-Handel ist der internationale Devisenhandel zu verstehen. Er beinhaltet das Kaufen und Verkaufen von Währungen. Aufgrund der besonders hohen Risiken werden hier vom Trader besondere Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen vorausgesetzt. Sie sind daher für die meisten Anleger nicht geeignet. Der Trader sollte prüfen, ob der Handel mit Devisen seinen Erfahrungen, Anlagezielen, persönlichen Verhältnissen und seinen finanziellen Möglichkeiten entspricht.
Hohe Kursschwankungen

Der Forex-Handel zeichnet sich durch sehr hohe Kursschwankungen in einem kurzen Zeitraum, oft innerhalb eines Tages, aus. Zwar wird dadurch der Kapitaleinsatz reduziert, sodass mit einem geringen Einsatz ein hohes Handelsvolumen bewegt werden kann. Jedoch haben selbst nur geringe Kursschwankungen sehr große Auswirkungen auf das eingesetzte Kapital.

Was ist der Handel mit Hebeln?

CFD HandelsplattformEntscheidender Vorteil des CFD Handels ist das Investieren mit Hebeln. Dadurch wird es möglich, dass eine Position eröffnet werden kann, ohne dass der Gesamtwert dieser Position bereitgestellt werden muss. Das Kapital ist nicht in eine Transaktion gebunden, sondern es kann für weitere Investitionen eingesetzt werden.
An einem Beispiel erklärt

Beispielsweise kauft ein Trader CFDs im Wert von 10.000 Aktien. Beträgt die Mindestmargin 5 % des Aktienwertes, so muss er nur 5 % des Gesamtwertes dieser Position als Sicherheit hinterlegen. Beträgt der Aktienkurs zum Beispiel 1,50 Euro, beläuft sich der Aktienwert bei 10.000 Stück auf 15.000 Euro. Bei CFDs mit einer Margin von 5 % sind hier lediglich 750,00 Euro zu hinterlegen. Der Trader kann also bei Investitionen mit Hebeln seinen Gewinn beträchtlich steigern. Er sollte aber wissen, dass er auch einen Verlust in entsprechender Höhe erreichen kann. Folglich können mit einem kleinen Kapitaleinsatz hohe Volumen bewegt werden. Der Trader kann mit entsprechenden Hebeln handeln, wozu er lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegen muss.
In der Regel ist eine Margin von 5 Prozent vorgegeben

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass die Margin vom Trader selbst eingestellt werden kann. Handel mit CFDs ist ein Margingeschäft, wodurch Kapital höchst effizient eingesetzt werden kann. Bei einer Margin von 5 Prozent kann der Kunde mit 1000,00 Euro den Basiswert mit einem Gegenwert von 20.000,00 Euro handeln (5 Prozent von 20.000 Euro = 1.000 Euro). Er handelt also mit „nur“ 1.000,00 Euro einen Wert von 20.000,00 Euro. Der entsprechende Hebel beträgt 20 (1.000,00 Euro x 20 = 20.000,00 Euro).

Der Trader kann beispielsweise den Hebel von 20 auf 10 reduzieren. Seine Margin beträgt jetzt 10 Prozent. Möchte er einen Wert von 20.000,00 Euro bewegen, muss er jetzt 2.000,00 Euro als Sicherheitsleistung hinterlegen.

Dabei bleiben Gewinn beziehungsweise Verlust nominell immer gleich, und zwar unabhängig davon, wie hoch der Hebel bzw. die Margin ist.
Der Trader kann mit CFDs überproportionale Gewinne erzielen

Er kann mittels der Hebelwirkung das Potenzial von CFDs voll ausnutzen. Weiterer Vorteil ist, dass mit CFDs auch auf fallende Kurse spekuliert werden kann. Mit CFDs kann der Trader weltweit auf alle möglichen Assets, wie Aktien, Rohstoffe, Währungen und Indizes spekulieren.
CFDs sind jedoch sehr spekulativ

Durch die hohen Hebel können auch hohe Verluste entstehen. CFDs sind nicht börsennotiert. Sie werden in der Regel durch einen CFD-Broker außerbörslich gehandelt. Bei dieser Handelsart stellt in der Regel der CFD-Broker die Kurse.

Welche Ordertypen gibt es?

Der Trader hat verschiedene Möglichkeiten, mit CFDs zu handeln. Dabei wird unterscheiden zwischen Basisordern und Ordertypen zur Positionsabsicherung.

Stop-Loss: Eine Stop-Loss-Order ist an einen bereits existierenden Auftrag gebunden. Der Trader erreicht durch diese Order, dass Verluste offener Handelspositionen begrenzt werden können. Eine Stop-Loss-Order kann geringfügig unter bzw. über dem Kurs bei Erwerb des CFD, also dem Einstandskurs, liegen.

Trailing-Stop-Loss-Order: Eine Trailing-Stop-Loss-Order ist ein dynamischer Stopp. Hier hat der Trader die Möglichkeit, je nach Kursentwicklung, seine Stop-Order um einen von ihm festgelegten Betrag dem aktuellen Kurs nachzuziehen. Das Nachziehen der Stop-Order erfolgt bei einer Long-Position dann, wenn ein neues Hoch erreicht wurde. Bei einer Short-Position wird die Stop-Order nachgezogen, wenn ein neues Tief erreicht wurde. Auf diese Weise kann der Trader Gewinne laufen lassen. Die Absicherung passt sich automatisch an steigende bzw. fallende Kurse an, sodass der richtige Zeitpunkt eines Ausstieges für eine Realisierung des Gewinnes nicht verpasst wird.

Eine Limit-Order wird ebenfalls zur Absicherung einer Position eingesetzt. Hier handelt es sich um eine Limit-Order zu einer Gewinnrealisierung. (Take-Profit-Order). Eine Absicherungsorder kann unmittelbar bei Erteilung der Basisorder, also bei Eröffnung der Position gleich mit vorgenommen werden. Dabei kann der Trader die Absicherungsorder entweder als konkretes Limit, also dem Abstand zwischen dem Kaufkurs der Order und dem erwarteten Gewinn oder als Maximalgewinn eingeben(Take-Profit-Order).

Bei einer If-Done-Order verknüpft der Trader zwei Aufträge für ein Instrument. Eine zweite Order wird erst aktiviert, nachdem eine erste Order ausgeführt wurde.

OCO-Order: Ein One-Cancels-Other-Auftrag besteht aus zwei Aufträgen. Sobald einer der beiden Aufträge bereits ausgeführt wurde, wird der andere Auftrag automatisch gelöscht.

Erteilt der Trader gleichzeitig zu seiner Basisorder eine Stop-Loss- und eine Take-Profit-Order, dann hat er eine If-Done-OCO-Order vorgenommen. Eine Ausführung der Basisorder (If Done) aktiviert die beiden If-Done-Orders (OCO). Wird eine der beiden Order ausgeführt, wird die andere Order automatisch gestrichen.

Mit den verschiedenen Order-Varianten Trailing-Stop-Loss-, OCO- und If-Done-Order hat der Trader die Möglichkeit, seine Handelsstrategien automatisch umzusetzen. Er erfährt hier Unterstützung bei einer optimalen Umsetzung seiner Handelsstrategie.

Was ist ein Margin-Call?

CFD TradingBeim CFD Handel ist eine „Margin“ als eine Art Sicherheitsleistung bereitzustellen, die sich nach dem zugrunde gelegten Basiswert richtet. Wenn die Kursentwicklung entgegen den Erwartungen des Traders verläuft (also: fallende Kurse bei Long-Handelspositionen oder steigende Kurse bei Short-Handelspositionen), besteht die Möglichkeit, dass das vom Trader bereitgestellte Kapital nicht mehr ausreicht, um dessen Margin-Verpflichtungen zu erfüllen. Im vorhandenen Kapital des Traders können also auch nicht realisierte Gewinne und Verluste enthalten sein, die unter Umständen als Kapital für die Eröffnung eventueller neuer Positionen zur Verfügung stehen. Nicht realisierte Gewinne werden zwar dem CFD-Konto des Traders zugerechnet, können allerdings nicht ausgezahlt werden, weshalb auf der Handelsplattform des Brokers auch „für Auszahlungen verfügbares Kapital“ ausgewiesen wird. Eine Auszahlung realisierter Gewinne kann jedoch am Folgetag nach der offiziellen Abrechnung erfolgen.

Der Trader hat immer sein gesamtes Kapital im Risiko und nicht nur die Margin. Im Falle von Verlusten infolge extremer Marktbedingungen besteht sogar die Gefahr der Nachschusspflicht durch den Trader. Er kann mehr Kapital verlieren als die für eine Position eingesetzte Margin.

Die meisten Broker bieten bei der Kontoführung eine Risikobegrenzung an. Dabei kann der Trader für alle Instrumente eine Margin von 20 Prozent hinterlegen. Eine zusätzliche Risikobegrenzung kann dadurch eingerichtet werden, dass der Trader mit einem einheitlichen Hebel von fünf handelt und keine Nachschusspflicht besteht. Im Gegensatz dazu kann bei Konten ohne Risikobegrenzung mit Hebeln von bis zu 100 gehandelt werden. Es besteht allerdings eine Nachschusspflicht, wenn die Schließung einer Position zu spät erfolgt.

Erhält der Trader einen Margin-Call, kann er entweder die Handelspositionen schließen oder Geld auf sein CFD-Konto einzahlen. Dabei muss der Trader beachten, dass eine Einzahlung von zusätzlichem Kapital einige Tage in Anspruch nehmen kann.

Wie kann ich Risikomanagement beim CFD Handel betreiben?

In der Regel lässt sich das Risiko, mit dem Handel von CFDs Geld zu verlieren, nicht ausschließen. Anleger haben jedoch Möglichkeiten, das Risiko einzugrenzen. Der einfachste und effektivste Weg sind Stoppkurse.
Unterschiedliche Orderarten

Die meisten CFD-Anbieter stellen verschiedene Orderarten zur Verfügung. Beispielsweise sorgt eine Stopp-Loss-Order dafür, dass eine CFD Position automatisch aufgelöst wird, sobald der Basiswert, wie beispielsweise eine Aktie, einen bestimmten Kurs erreicht. Nur bei einer Order mit garantiertem Stoppkurs kann der Kunde jedoch sicher sein, dass auch zu exakt diesem Kurs verkauft wird. Eine Stopp-Loss-Order sollte daher bei jeder neuen CFD Position zur Begrenzung von Verlusten gesetzt werden. Wo hier der Stopp gesetzt wird, hängt unter anderem von der Schwankungsbreite (Volatilität) des Basiswertes ab. Ebenso müssen die Auswirkungen auf das Gesamt-Depot berücksichtigt werden.
Handelsplattformen

Jeder Anbieter für CFD Handel stellt spezielle Handelsplattformen bereit. Trader können CFDs bequem kaufen und verkaufen. Entweder müssen Trader eine Software installieren oder der Handel kann über den Webbrowser des PCs erfolgen. Möglich ist auch ein Handel mit Smartphones oder Tablet-PCs.
Große Unterschiede bei Handelsplattformen

Jedoch gibt es große Unterschiede in Leistung und Bedienung der Handelsplattformen. Der Kunde sollte sich also fragen, ob ihm ausreichende Hilfsmittel, wie beispielsweise Chartanalysen zur Verfügung stehen. Empfehlenswert ist grundsätzlich, den CFD Handel mit einem Demo-Konto zu beginnen. Dort kann der Anleger mit „Spielgeld“ Hebelwirkungen kennenlernen und ausprobieren.
Kostenlose Schulungen

Fast alle CFD Anbieter bieten Seminare vor Ort oder im Internet (Webinare) an. Diese sind meist kostenlos und immer unverbindlich. Hier kann ein Anfänger die Grundlagen des Handels mit CFDs erlernen und typische Fehler erkennen. Gleichzeitig kann er Fragen stellen.
Welche Strategien zum CFD Handel gibt es?

Wer den CFD Handel erlernen möchte, sollte mit ganz einfachen Strategien anfangen. Wer Aktien als Investment kauft, sollte sich auf jeden Fall zunächst mit den fundamentalen Daten vertraut machen. Wie hoch sind die Gewinne? Wie stehen die Zukunftsaussichten des Unternehmens? Beim Handel mit CFDs geht es jedoch ausschließlich um kurzfristige Entscheidungen und nicht um längerfristige Analysen.
Bei Prognosen für Kontrakte ist unbedingt die Chartanalyse erforderlich

Durch die grafische Darstellung von Kursverläufen sind Trends am besten zu erkennen. Einige Broker bieten Chartanalysen auf ihren Handelsplattformen an. Dazu gehören Durchschnittswerte sowie die Markierung von Höchst- und Tiefstständen.
Trendfolge

Bei der Trendfolgenstrategie spekuliert der Trader auf die Fortsetzung eines Trends. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend sich fortsetzt, ist meist höher als die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trend sich umkehrt. Da viele Händler diese Trendfolgenstrategie anwenden, wird der Trend dadurch gewissermaßen verstärkt oder am Leben gehalten. Am einfachsten ist ein Blick auf gleitende Durchschnittswerte, wie beispielsweise für 30 oder 90 Tage. Das Ergebnis dieses Trends ist eine Linie, die das Mittel der vergangenen Tage darstellt. Durch diese Linie werden Ausschläge nach unten oder nach oben ausgeglichen. Geht die Linie tendenziell nach oben, sollte der Trader auf steigende Kurse setzen. Zeigt die Linie nach unten, setzt er auf fallende Kurse.
Durchschnitte

Es besteht auch die Möglichkeit, zwei Durchschnitte mit unterschiedlicher Länge zu kombinieren. Wenn dabei der kurzfristige Durchschnitt den längerfristigen von unten schneidet, spricht dies für einen steigenden Kurs. Wenn der kurzfristige Kurs den längeren von oben schneidet, spricht dies für fallende Kurse. So kann beispielsweise ein Sieben-Tage-Durchschnitt mit einem Dreißig-Tage-Durchschnitt kombiniert werden. Liegt der Sieben-Tage-Durchschnitt niedriger als der Dreißig-Tage-Durchschnitt und schneidet diesen von unten nach oben, bedeutet dies, dass der Durchschnittskurs der letzten sieben Tage über dem Dreißig-Tage-Durchschnitt liegt. Dies ist dann ein Signal für steigende Kurse.
Tiefpunkte verbinden

Ebenso können Tiefpunkte in einem Chart verbunden werden. Hierbei wird erkennbar, bei welchen Kursen eine Richtungsänderung sichtbar wird. Mehrere Tiefpunkte können mit einer Linie verbunden werden. Zeigt die sich dann ergebende Trendlinie nach oben, spricht dies für steigende Kurse, geht sie nach unten, ist mit weiter fallenden Kursen zu rechnen.

Allerdings ist zu beachten, dass auch Entwicklungen nicht immer nur in eine Richtung gehen. Läuft eine Trendfolgenstrategie in einen überkauften oder überverkauften Markt, kann auch diese Strategie dann nicht mehr aufgehen. Hier sollten Kurse durch Setzen eines Stopp-Loss gesichert werden.
Trendumkehr

Der Trader kann auch anhand einer Trendumkehr bestimmte Kaufsignale erkennen. Allerdings ist eine Trendumkehr unwahrscheinlicher, als eine Trendfolge. Bestehen Anzeichen für eine Trendfortsetzung, aber auch für eine Trendumkehr, sollte der Trader eher auf eine Fortsetzung des Trends setzen. Wird jedoch eine Trendlinie, die nach oben gerichtet ist, grundsätzlich nach unten durchbrochen, kann dies auf den Beginn eines möglichen Abwärtstrends hindeuten.
Demokonto

Trader sollten alle möglichen Strategien und Taktiken zunächst auf einem kostenlosen Demokonto ausprobieren.

Wie findet der Trader den richtigen Broker?

CFD TraderUm mit CFDs handeln zu können, muss der Kunde ein Handelskonto bei einem Broker eröffnen. Es gibt eine große Zahl von Handelshäusern. Dies macht einen CFD Broker Vergleich unerlässlich. Alleine in Deutschland bieten über einhundert verschiedene Broker ihre Dienste an. Hierzu ist einiges Detailwissen erforderlich, um hinter den Werbeversprechen der Anbieter deren Qualität zu erkennen. Nicht locken lassen!

Oft lassen grade Einsteiger, die das erste Mal mit dem Handel mit CFDs Erfahrungen sammeln, sich von falschen Argumenten der Broker überzeugen. Hierzu gehören übertriebene Hebel, wie beispielsweise 400 : 1 und mehr.

Welche Kriterien machen einen guten Broker aus?

Wichtig sind das Umfeld des Brokers, das Marktmodell und die Handelsplattform. Von großer Bedeutung sind die technischen Vorkehrungen gegen Verluste und vor allem die Absicherung des Kontoguthabens des Kunden überhaupt. Sitz und Regulierung des Brokers sollte an einem etablieren Finanzstandort sein

Ein guter Broker verfügt über eine Mehrkanal-Handelsplattform. Dabei sollte diese webbasiert von jedem PC aus zu bedienen sein. Ebenso sollte ein mobiler Handel mit Smartphone oder Tablet möglich sein. Gute Broker verfügen über ein breites Angebot an handelbaren Basiswerten, wie Aktien, Rohstoffe, Indizes oder Währungen. Bei einem qualifizierten Broker für CFDs sollte auch ein Blick ins Impressum erfolgen

Hier sollte erkundet werden, in welchem Land der Broker seinen Sitz hat. Ein klarer Pluspunkt ist, wenn der Broker seinen Sitz in Deutschland, Österreich, Großbritannien oder der Schweiz hat. Brokerhäuser, die in Steueroasen mit geringeren Regulierungen ihren Sitz haben, sollten gemieden werden. Allerdings haben die meisten Broker ihren Sitz in England oder auf Zypern. Einige wenige Broker sind in Deutschland ansässig. Grundsätzlich sagt der Sitz eines Brokers nichts über dessen Qualität aus. Beispielsweise Ausbildungsmöglichkeiten können aber ein Indiz dafür sein, dass es sich lohnt, bei grade diesem Broker ein Konto zu eröffnen.

Was sind Pips?

Im Devisenhandel werden Gewinne oder Verluste in „Pip“ ausgewiesen. Die Bezeichnung „Pip“ steht für „percentage in point“.
Ein Pip ist somit die kleinste Preisdarstellung bei einem Währungspaar. Dabei handelt es sich um die vierte Stelle nach dem Komma. Also der 1/10.000. (0,0001.) Teil der Währung. Bei Paaren in Verbindung mit dem japanischen Yen bezieht ein Pip sich auf einen 1/100. (0,02.) Teil der Währung.
Gewinne aus einem Devisenhandel werden in Pips ausgedrückt. Angenommen, der Trader kauft EUR/USD zu einem Devisenkurs von 1,5036 und verkauft EUR/USD zu einem Kurs von 1,5016, dann hat er einen Gewinn von 20 Pips erzielt (1,5036 – 1,5016 = 20).
Der Pip-Wert ist entweder variabel oder feststehend. Dies hängt von dem jeweiligen Währungspaar ab, auf das der Wert sich bezieht.

Zu welchen Zeiten werden CFDs gehandelt?

Handel mit CFDsCFDs werden zu den gleichen Zeiten gehandelt, wie die zugrunde gelegten Basiswerte. Für Aktien gelten die Zeiten der jeweiligen Kassamärkte. Für Basiswerte, die an Kassamärkten und Futures-Märkten gehandelt werden (wie Indexe), gelten die Handelszeiten der Future-Märkte (Eurex). Im Marktsegment Kassamarkt werden Kassageschäfte abgeschlossen. Orderausführungen werden in einem sehr kurzen Zeitraum getätigt. Geschäfte über den Kassamarkt hinaus werden dem Terminmarkt (Futures-Markt) zugerechnet

An den Terminmärkten geht es um Warentermingeschäfte in vielen unterschiedlichen Bereichen. Die hier abgeschlossenen Geschäfte sind in fest vereinbarten Zeiträumen von beiden Vertragspartnern zu erfüllen. Der Preis für den Basiswert, auf den der Vertrag im Terminmarkt Bezug nimmt, wird bei Vertragsabschluss festgelegt. Er gilt dann unabhängig von Preisentwicklung, die während der Laufzeit des Termingeschäfts eintreten kann.